Wenn das Zuhause zum Arbeitsplatz wird

Wie schafft man es, seinen Arbeitstag im Home-Office zu strukturieren? Wie kann man nach der Arbeit abschalten, auch wenn das Zuhause gleichzeitig der Arbeitsplatz ist? Wir haben unsere besten Tipps & Erfahrungen einmal zusammengefasst.

Wer öfter im Home-Office arbeitet, kennt das – zu Hause schafft man meist mehr als im Büro. Da das Zuhause jetzt gleichzeitig der Arbeitsplatz ist und wir somit ständig im „Büro“ sind, ist es schwierig, Grenzen zu ziehen. Die eine Sache, die uns abends auf der Couch noch einfällt, wird nicht am nächsten Tag, sondern sofort erledigt. Die Mittagspause wird immer weiter nach hinten verschoben, generell fallen Pausen kürzer aus oder werden gar nicht erst gemacht. Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen. Die willkommene Ablenkung in Form eines kurzen Smalltalks mit Kollegen gibt es im Home-Office erst recht nicht. 

Wie kann man es also schaffen, seine Zeit im Home-Office richtig zu strukturieren, sich zwischendurch auch kleine Entspannungspausen einzuräumen und Arbeits- und Freizeit klar voneinander zu trennen?

Wenn das Zuhause zum Arbeitsplatz wird‍

Das richtige Arbeitsumfeld schaffen 

1001 Ablenkungen warten im Home-Office auf dich – wer also Probleme hat, sich zu Hause zu konzentrieren, sollte zuerst alle potentiellen Ablenkungen eliminieren. 

Das Einrichten des Arbeitsplatzes ist wichtig, um fokussiert zu bleiben, die richtige Ausstattung hilft dir dabei, abends nicht mit Handgelenks- oder Nackenschmerzen ins Bett zu gehen. Es klingt banal, aber sobald sich die Arbeit im Home-Office über mehrere Tage ausdehnt, sind ein bequemer Stuhl und ein eingerichteter Arbeitsplatz Gold wert! 

Das Meeting am Morgen wird der erste Kontakt zur Außenwelt 

Ein Meeting am Morgen hilft nicht nur, den Kontakt zu den Kollegen zu halten und über den Projektverlauf informiert zu bleiben, auch der Projektleiter kann so sehen, dass das Team auch im Home-Office produktiv arbeitet. 

Dieses morgendliche Meeting haben wir in allen Teams etabliert. In maximal 15 Minuten erzählt jeder, was er gestern gemacht hat, was er heute machen wird und welche Themen ihn aktuell blockieren. Eine strikte zeitliche und inhaltliche Begrenzung sind bei dieser sehr fokussierten Meetingstruktur besonders wichtig.  

In Eigenregie den Tag strukturieren 

Das Meeting am Morgen wird der erste Kontakt zur Außenwelt ‍

Morgenroutine pflegen

Um 8.55 Uhr aufwachen und um 9.00 Uhr am ersten Telefon-Meeting teilnehmen: Im Home-Office ist das zwar möglich, trägt aber nicht unbedingt zu einem entspannten Tagesablauf bei. Die Erfahrung zeigt: Im Idealfall ist die Routine vor Arbeitsbeginn im Home-Office dieselbe, wie an jedem anderen Arbeitstag vor dem Weg ins Büro.

Nicht ständig auf Abruf sein 

Moderne Kommunikation kann vor allem bei der Arbeit von zu Hause Fluch und Segen zugleich sein. Bei etventure arbeiten wir generell mit diversen Tools, die uns dabei helfen, miteinander in Kontakt zu bleiben und trotz Distanz problemlos eine erfolgreiche Kommunikation zu ermöglichen. 

Da die physische Präsenz im Büro fehlt, sind wir oft dazu verleitet, diese durch besonders viel Präsenz in den digitalen Kommunikations-Channels wettzumachen. Das führt zwar zu viel Sichtbarkeit trotz Home-Office, leider aber auch zu Stress und beeinträchtigt konzentriertes und ungestörtes Arbeiten. Ständig aus der Arbeit herausgerissen zu werden ist Gift für den Denkprozess. Deshalb gilt auch im Home-Office – wenn du Ruhe brauchst, einfach alle Apps & Tools auf stumm schalten, um fokussiert zu arbeiten. Welche Aufgabe man in dieser Zeit erledigt hat, kann man dann im nächsten Meeting berichten und so sicherstellen, dass kein falscher Eindruck durch die heruntergefahrene Kommunikation entsteht. 

Pausen machen – aber bitte mit Tapetenwechsel 

Pausen machen – aber bitte mit Tapetenwechsel 

Die Mittagspause einfach später machen oder ausfallen lassen. Das passiert im Home-Office gerne. Pausen sind jedoch extrem wichtig für das Wohlbefinden. Auch die Leistungsfähigkeit profitiert enorm davon, wenn man dem Gehirn mal eine kurze Auszeit gibt – bei kreativen Aufgaben ist dies besonders wichtig. 

Da dein Zuhause jetzt auch dein Büro ist, dein Zuhause aber auch immer noch dein Zuhause bleiben sollte, solltest du dir nicht nur die Mittagspause gönnen, sondern in dieser auch unbedingt für einen Tapetenwechsel sorgen. Unser Gehirn braucht Abwechslung, unser Körper braucht Bewegung. Deshalb empfiehlt es sich, die Zeit draußen mit einem Spaziergang zu verbringen oder zumindest mit einem Cappuccino aus deinem Lieblings-Kaffeebecher auf dem Balkon.

Da auch unser Team aktuell aus dem Home-Office arbeitet, planen wir gerne mal einen digitalen Team-Lunch ein, um uns auf dem Laufenden zu halten und das Teamgefühl aufrechtzuerhalten und weiter zu stärken. 

Klare Grenzen setzen und Abschalten

Feierabend einläuten im Home-Office

Im Home-Office ist es besonders schwierig, den Arbeitstag zu beenden. Da der Weg nach Hause fehlt, gibt es keine klare Trennlinie zwischen Arbeit und Feierabend. 

Uns hilft es, diese klare Linie zu schaffen, indem der Laptop wortwörtlich beiseite geräumt wird und wir uns - wenn auch nur kurz - an einem anderen Ort aufhalten. Eine Runde um den Block laufen, Sport machen oder einkaufen. Wenn wir uns abends noch einmal aus dem Haus und somit physisch vom Arbeitsplatz wegbewegen, fällt es leichter den Arbeitstag gedanklich hinter uns zu lassen. 

In Bewegung bleiben

In Bewegung bleiben‍

Zugegeben, die 10.000 Schritte, die man am Tag erreichen soll, sind im Home-Office schwer zu erreichen. Deshalb ist es an diesen Tagen besonders wichtig, Bewegung in unseren Alltag zu bringen. In der Mittagspause rausgehen, nach der Arbeit spazieren oder Sport machen  – körperliche Auslastung als Ausgleich zum Home-Office ist für uns eines der wichtigsten Erkenntnisse. 

Mit einer morgendlichen Routine, abwechslungsreichen Pausen draußen oder mit Kollegen und ausreichend Bewegung, können Sie Ihren Arbeitsalltag im Home-Office besser strukturieren und auch einhalten. So fällt es Ihnen leichter, nach der Arbeit abzuschalten, um Ihr Zuhause auch weiterhin ein Zuhause bleiben zu lassen. Probieren Sie es aus und geben Sie Ihre Erfahrungswerte gerne auch an uns oder andere weiter!