24/7 Mental online – wie kann auch der Geist mal abschalten?

Das digitale Leben erfordert von uns die Fähigkeit, immer wieder offline zu gehen, um Körper und Geist langfristig gesund und leistungsfähig zu halten. Doch während unsere digitalen Handlungen zu Gewohnheiten geworden sind, bleiben unsere Offline-Ein Kernfaktor, um die digitale Pausetaste zu drücken, ist der Geist. Die Symptome bei Dauerstress sind beinahe identisch wie bei digitaler Überreizung. Während im Steinzeitalter unsere Vorfahren in Stresssituationen in den Flucht- oder Kampfmodus gewechselt haben, sind wir heute dem Stress ausgeliefert und speichern ihn als permanente Anspannung ab. Wir sind durchgängig digital verbunden, beim Joggen begleitet uns die Smartwatch, unser Zuhause wird zum Smart Home und berufliche und private Grenzen verschwimmen durch ständige Erreichbarkeit und Corona-Quarantäne. 

24/7 Mental online – wie kann auch der Geist mal abschalten?

Die Reizdichte und -frequenz verändern das Verhältnis verschiedener Neurotransmitter  (GABA und Glutamat) in uns, was als Ursache für Schlaflosigkeit und Depressionen gesehen werden kann. Der Gesundheitssoziologe Holger Pfaff nennt die Ursache „Optionsstress“. Energetisch gesehen ist Stress nichts anderes als eine Emotion, die im Gehirn negativ verbucht wird. 

Tipp Ruhezeiten für den Geist schaffen, durch vollkommenen Input-Detox

Beispiele

  • Meditation, z.B. Achtsamkeitstraining und Atem-Meditation
    Nehmen Sie einfach einmal jeden Morgen und jeden Abend zehn Minuten Ihren Atem wahr und bleiben Sie dabei ruhig sitzen. Bemerken Sie, wie Sie in Entspannung kommen?
  • Entspannungstechniken, z.B. progressive Muskelentspannung und Bodyscans
    Während einer bewussten Wahrnehmung Ihres Körpers, können Sie gezielt angesammelte Anspannungen loslassen.
  • Reflexionsmethoden, z.B. Dankbarkeitsmodelle der positiven Psychologie und Journaling
    Versuchen Sie jeden Morgen zehn Minuten lang einfach alles einmal aufzuschreiben, was Ihnen in den Sinn kommt. Die Methode hilft enorm, um Stress abzubauen. Ebenso wie Dankbarkeit, die uns auf Knopfdruck zu einem positiven Mindset verhilft.

Das Verständnis über die menschliche Adaption von Gewohnheiten ist die Grundlage, um einen Wandel hin zu Offline-Entspannung zu meistern. Dieser Wandel kann stattfinden, indem wir uns neue Gewohnheiten im digitalen Alltag aneignen. 

Und auch "nebenbei" kann man seiner Gesundheit viel Gutes tun.:   

  • Passive statt aktive Nutzung von Medien
  • Gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeit 
  • Feste Struktur in den Alltag bringen
  • Täglich frische Luft in die Wohnung lassen  
  • Regelmäßige Pausen & Atempausen
  • Laut Gähnen und wilde Gesichtsgrimassen machen
  • Einfach einmal mit dem Blick aus dem Fenster schweifen 
  • Ihre/n Quarantäne-Partner/in um eine Umarmung bitten 

Abschließend vergessen Sie bitte nicht: Wir befinden uns aktuell in einer Ausnahmesituation. Sie mussten Ihren gewohnten Alltag umstellen, haben Ihre Kinder zu Hause und jeden Tag erreichen uns “Neuigkeiten” aus der Außenwelt. Daher ist sicherlich noch wichtig zu betonen: Seien Sie nachsichtig – mit Ihrer Umwelt, aber genauso mit sich selbst. Sie sind keine Maschine und Veränderungen sind zunächst immer etwas unbequem. Gönnen Sie sich Pausen und drücken Sie hin und wieder die Pause-Taste.